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Glossar

Retargeting (Remarketing) — einfach erklärt

Retargeting (auch Remarketing) ist Werbung, die gezielt Menschen erneut anspricht, die bereits Kontakt mit Ihnen hatten — Website-Besucher, Shop-Abbrecher, Video-Zuschauer. Da über 90 % der Erstbesucher ohne Handlung gehen, holt Retargeting genau die Zielgruppe zurück, die Sie schon kennt: die effizienteste Werbeform nach der Empfehlung.

Wie Retargeting funktioniert — und warum es wirkt

Technisch: Ein Pixel/Tag merkt sich (einwilligungsbasiert) Besucher in Zielgruppenlisten; Werbenetzwerke wie Google und Meta spielen diesen Listen später Anzeigen aus. Psychologisch wirkt der Bekanntheitseffekt: Entscheidungen — besonders im B2B und bei höheren Preisen — brauchen mehrere Kontakte; Retargeting liefert sie bezahlbar, statt auf Wiederkehr zu hoffen.

Die Conversion-Zahlen liegen deshalb regelmäßig um ein Mehrfaches über Kalt-Werbung — bei einem Bruchteil der Streuverluste, weil nur nachweislich Interessierte angesprochen werden.

Gut gemacht statt gruselig: die Regeln

Frequenz deckeln: wenige Einblendungen pro Person und Woche — Verfolgungsgefühl zerstört Marken
Zeitfenster staffeln: 3 Tage nach Besuch anders (konkret, Angebot) als nach 30 Tagen (Erinnerung, Mehrwert)
Segmentieren: Warenkorb-Abbrecher ≠ Blog-Leser — Botschaft nach Verhalten, nicht Gießkanne
Ausschlüsse pflegen: Käufer/Anfragende sofort aussteuern — nichts nervt mehr als Werbung fürs schon Gekaufte
Consent sauber: Retargeting braucht Einwilligung (Cookie-Banner) — rechtlich Pflicht und Vertrauensbasis
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Häufige Fragen

Ist Retargeting durch Cookie-Sterben tot?

Es wandelt sich: weniger Drittanbieter-Cookies, mehr Plattform-eigene Signale, Kundenlisten (E-Mail-Abgleich) und kontextuelle Ansätze. Das Prinzip — Interessierte erneut ansprechen — bleibt, die Technik verschiebt sich.

Welches Budget braucht Retargeting?

Wenig — die Zielgruppe ist klein: oft reichen 10–20 % des Werbebudgets. Grenze ist die Listengröße; ohne genügend Besucher gibt es schlicht niemanden zurückzuholen.

Funktioniert Retargeting im B2B?

Besonders gut über LinkedIn (Unternehmens-/Besucherlisten) und Google Display/YouTube — lange Entscheidungszyklen sind der Naturraum des Wiederansprechens.

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